Coronakrise: Bankeninitiative in der Slowakei

Zwar hat die neueRegierung größeren aber auch kleineren Unternehmen umfangreiche Unterstützung, bei der Beseitigung der Coronakrise versprochen. Da jedoch die Details der staatlichen Maßnahmen immer noch verhandelt werden, stellte nun eine der führenden Banken auf dem slowakischen Market, die Slovenská sporiteľňa (Mitglied der Gruppe ‘Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG’), ein eigenes Unterstützungsprogramm[1] vor.

Als erstes werden die Klienten der Bank aufgefordert, möglichst ausschließlich das Online-Banking zu nutzen, alles nötige mit der Bank telefonisch oder per E-Mail zu klären und potentiellen künftige finanzielle Schwierigkeiten der Bank schnellstmöglich bekanntzugeben.

Unternehmen, die ihre Verbindlichkeiten gegenüber der Bank bislang ordentlich erfüllt haben, wird Folgendes angeboten:

  • Verlängerung der Geltungsdauer der Kontokorrentkredite, falls diese Kredite nach der ursprünglichen Vereinbarung innerhalb der nächsten 3 Monate enden sollen und zwar um weitere 6 Monate und
  • Verschiebung der Ratenzahlungspflichten (betrifft Rückzahlungen und Zinsen) um max. 6 Monate; ferner kann Verschiebung der Dokumentarpflichten (z.B.: Vorlage verschiedener Bestätigungen, Berichte oder Auszüge) vereinbart werden.

Sollte ein Unternehmen einen neuen Kredit benötigen, um die aktuelle Krise zu bewältigen, müssen natürlich die Einzelheiten gesondert mit der Bank besprochen werden. Es ist jedoch ausdrücklich vorgesehen, dass die Bank im Rahmen dieses Programms den Unternehmen großzügig neue Kredite gewähren wird.

Diese Initiative zeigt nach unserer Einschätzung, dass seitens der Slovenská sporiteľňa eine baldige Beendigung der Krisenzeiten erwartet wird.

[1] Klarstellend führen wir an, dass es sich hierbei um Initiative einer Bank handelt; die staatlich angeordneten Maßnahmen können abweichend sein.

JUDr. Zuzana Francúzová